Energieberatung
Medien-Tipps: WISO-Sendungen vom 21.02.2011 - "Energetisch sinnvoll sanieren" Link zur Beitrag, vom 02.11.2010 "Heizung optimal einstellen"; mit dem hydraulischen Abgleich 5 bis 25 % Heizenergie einsparen Link zum Beitrag und dort auf den Reiter klicken und vom 20.06.2011 häufig mangelhafte Einstellung von Brennwertheizungen Link zum Beitrag. Monitor vom 02.02.2012 "Die Legende vom Strompreis - Warum der Strom wirklich teurer wird" Link zum Beitrag
Umweltschutz geht uns alle an! Und wenn man es richtig macht, kann zudem eine Menge Geld gespart werden! Mit einer Umsetzung der in der Energieberatung empfohlenen Maßnahmen zum Energie sparen werden Ökologie und Ökonomie miteinander verbunden.
Häufigster Grund sich mit der Reduzierung der Energiebedarfs auseinander zu setzen sind die in den letzten Jahren enorm gestiegenen Kosten für den Energiebezug. Nachfolgende Grafik zeigt die bundesdeutschen Durchschnittspreise frei Haus für 3.000 Liter Heizöl EL inkl. MWSt. an (Quelle: Bund der Energieverbraucher). Regionale Abweichungen sind möglich. Ist das Diagramm nicht mehr aktuell oder wollen Sie mehr über die Hintergründe der aktuellen Preisentwicklung erfahren, dann klicken Sie bitte hier.
Aus einer privaten Tankrechnung vom März 1998, also vor fast 14 Jahren, geht hervor, dass der Ölpreis damals umgerechnet 20,18 € je 100 Liter betrug. Daraus ergibt sich für diesen Zeitraum mehr als eine Vervierfachung des Preises bzw. eine durchschnittliche jährliche Teuerung von mehr als 11,8 %. Welche Einkommen oder Renten sind so stark angestiegen? Da eine Trendwende auszuschließen ist, sollte dies ein triftiger Grund sein, sich ernsthaft mit dem Thema Energieeinsparung zu beschäftigen.


Eine langfristige Marktübersicht gibt es ebenfalls von C.A.R.M.E.N.

Wie es mit den Energiepreisen weitergeht kann natürlich niemand voraussagen. Spürbar günstiger wird es wohl kaum werden, im Gegenteil: Die Erfahrung zeigt, dass die Märkte sehr nervös sowohl auf aktuelle politische Ereignisse (z. B. immer wieder die Gaslieferungen Russlands an die Ukraine und Weißrussland, Atom-Streit mit dem Irak, Krieg in Nigeria, mit immer wiederkehrenden Anschlägen auf Ölversorgungseinrichtungen, Reisesaisonen in den USA und die amerikanischen Benzinvorräte, Raketentest in Nordkorea, Dauerkrisengebiet Nahost, Konflikt Türkei/Nordirak, Venezuelas Drohung die Ölindustrie zu verstaatlichen und die USA nicht mehr zu beliefern, die Rezession durch die weltweite Banken- und Wirtschaftskrise und seit kurzem die Finanzkrise Griechenlands und anderer europäischer Länder, das Öl-Leck im Golf von Mexiko, Unruhen in Nordafrika), als auch auf Naturkatastrophen (z. B. die Wirbelstürme in den USA mit einhergehenden Überflutungen vom Sommer 2005) reagieren und natürlich der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar. Der Rohölpreis, der sein Allzeithoch im Juli 2008 erreichte, hatte Dank des gleichzeitig starken Euros hingegen nur einen geringeren Einfluss. Die Preise werden in erster Linie durch die nicht ausreichenden Raffineriekapazitäten sowie durch spekulative Erwartungen bestimmt. Mehr und mehr rückt auch in den Vordergrund, dass die weltweite Rohölförderung in wenigen Jahren ihren Höhepunkt erreicht (Stichwort peak-oil) oder bereits schon erreicht hat und die gleichzeitig weiter steigende Nachfrage aus den Schwellenländern China und Indien, was bei einer Verknappung des Angebotes nach den Gesetzen der Marktwirtschaft zwangsläufig zu höheren Preisen führen muss. Auch wenn es zwischenzeitlich stark nachgebende Preise gegeben hat, ist diese Grundtendenz immer noch vorhanden und wird sich mittelfristig in wieder steigenden Preisen niederschlagen.
Prüfen Sie selbst, ob Ihr Energieverbrauch zu hoch ist!
Mit einer einfachen Berechnung ist eine Abschätzung möglich:
Verbrauchte kWh im Jahr:- Fernwärme = ___________ kWh
- Erdgas ___________ m³ x 10,5 = ___________ kWh
- Heizöl ___________ l x 10,0 = ___________ kWh
Ergebnis [kWh] minus Warmwasserbedarf (1.000 kWh/Person im Haus), wenn die Warmwasserbereitung über die Zentralheizung erfolgt:
Ihr Ergebnis: __________ kWh
Ihr Ergebnis [kWh] geteilt durch die beheizte Wohnfläche [m²] ergibt den
spezifischen Wärmeverbrauch: __________ kWh/m²
Auswertung:
bis 50 kWh/m² - dieser Verbrauch ist kaum mehr zu reduzierenbis 100 kWh/m² - guter Verbrauch (etwa Neubauniveau)
bis 150 kWh/m² - leicht verbesserungswürdig
bis 200 kWh/m² - stark verbesserungswürdig
bis 250 kWh/m² - extrem stark verbesserungswürdig
über 250 kWh/m² -nicht mehr akzeptabel
Für eine Vor-Ort-Beratung erhalten Sie Zuschüsse vom "Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)". Eine Vor-Ort-Beratung durch einen BAFA-zugelassenen Energieberater ist oftmals eine unverzichtbare Voraussetzung um eines oder mehrere Förderprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden in Anspruch nehmen zu können.
Wir kümmern uns aber nicht nur um Ihre Heizung und Ihren Baukörper. Wenn Sie es wünschen, spüren wir zusätzlich in Ihrem Haushalt auch die größten Stromverbraucher auf und geben Ihnen dazu wertvolle Tipps. Sie werden sich wundern, welches Potential darin versteckt ist.
Energieberatung für private Bauherrn
Der Verband der privaten Bauherrn hat 4.970 Energieausweise überprüft und dabei in fast 60 % aller Fälle gravierende Rechenfehler entdeckt. Bei 54 % wurde nicht das der Berechnung zu Grunde gelegte Material auf der Baustelle verwendet oder die geplante Heizungstechnik anders ausgeführt.
Aber es kommt noch schlimmer:
40 % aller Gebäude entsprechen dadurch nicht einmal den Anforderungen der EnEV, bei 53 % wurden die Voraussetzungen zur Gewährung der Förderbedingungen nicht eingehalten. Dem privaten Bauherrn droht somit eine Aberkennung und Rückzahlung der staatlichen Förderungen.
Der Verband empfiehlt daher eindringlich, sich bei Vertragsabschluss den Energieausweis aushändigen zu lassen sowie ein uneingeschränktes Zutrittsrecht für Sie und einen Berater Ihrer Wahl schriftlich zu vereinbaren um Baustellenkontrollen durchführen zu können. Ebenso sollte ein Blower-Door-Test mit thermografischer Umterstützung vereinbart werden.
Die Pressemitteilung finden Sie unter: www.vpb.de/presse191_090608.html
Am 16.05.2011 wurde darüber auch in der Sendung "Report" berichtet. Link zum Beitrag
Energieberatung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
+++aktuell+++ Die Förderung ist seit dem 31.12.2011 unterbrochen, soll aber in abgeänderter Form bald wieder aufgenommen werden.
Für diesen Kreis bietet die KfW lukrative Zuschüsse an. Es werden die 2tägige Initialberatung mit 80 % und die bis zu 10tägige Detailberatung mit 60 % gefördert. Bei der Initialberatung wird Ihr Unternehmen begutachtet und zusammen mit den Energieverbräuchen von Strom und Heizwärme energetisch bewertet. Verbesserungsvorschläge zeigen Ihnen das Einsparpotential und nennen die jeweilige Amortisationsdauer. In der Detailberatung werden die zuvor gewonnenen Erkenntnisse vertieft und gezielt aufbereitet. Parallel dazu kann ein Energie-Management-System nach DIN EN 16001 aufgebaut werden. Ein aktuelles Beispiel finden Sie unter Referenzen.
Haben Sie schon saniert?
Wenn ja, herzlichen Glückwunsch. Sind sie auch sicher, dass das was man Ihnen versprochen hat auch eintritt? Wenn Sie ganz sicher gehen möchten untersuchen wir Ihre neue Anlage, geben Tipps zu einem noch wirtschaftlichem Betrieb u. v. m.
Für neue Wärmepumpenbetreiber ermitteln wir die Jahresarbeitszahl aus den Betriebsdaten, so müssen sie nicht erst auf Ihre nächste Stromrechnung warten und unter Umständen eine unliebsame Überraschung erleben.
Ihre Solaranlage stimmen wir Ihrer Heizungsanlage ab, wäre doch schade, wenn die Sonne nicht mehr liefern kann, weil der Speicher noch am Vormittag nachgeladen wurde.
Wenn sie an Ihrem Gebäude Dämmmaßnahmen haben durchführen lassen, vergessen Sie nicht Ihre Heiznungsanlage entsprechend niedriger einzustellen, sonst verschenken Sie einen Teil der möglichen Einsparung. Mit einem hydraulischen Abgleich sparen Sie 5 bis 15 %, keine andere Maßnahme bei der energetischen Sanierung hat ein derartig günstiges Kosten-/Nutzenverhältnis.
Besichtigungsmöglichkeiten
gibt es jährlich beim Tag der Energiespar-Rekorde, veranstaltet von der Deutschen Energie-Agentur und beim Tag des Passivhauses, veranstaltet vom Passivhausinstitut. Auf den Internetseiten der beiden Veranstalter können Sie jeweils Häuser in Ihrer Nähe suchen. Beispiele von ausgeführten Objekten finden Sie auch unter Referenzen.
Thermografie und/oder Energieberatung vom Energieversorger?
Kürzlich wurden wir von unserem alten Energieversorger angeschrieben. Es wurde u. a. ein wirklich günstiges Angebot für eine Thermografie vorgelegt. Sollten Sie dazu neigen, ein solches Angebot anzunehmen, überlegen Sie bitte, ob es Ihr Versorger wirklich so gut mit Ihnen meint. Könnte er wirklich ein Interesse daran haben, weniger Gas an Sie zu verkaufen, weil Sie durch die Thermografie nun eine Fassadendämmung ausführen lassen? Wohl eher nicht! Wichtig ist zu wissen, dass bei einer Nachbearbeitung der Thermogramme das optische Ergebnis z.B. durch die dargestellte Bandbreite der Temperatur beeinflusst werden kann. Bei einer Energieberatung könnte Ihnen empfohlen werden statt der Ölheizung nun auf eine Wärmepumpe oder Gasheizung zu setzen. Die dazu benötigte Energie könnte dann Ihr Versorger liefern, denn dieser lebt nicht davon weniger Energie zu verkaufen, sondern diese zu erzeugen und zu verkaufen.